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Veranstaltungsbericht:: Zeitzeuge und Forschung zum Thema NS-Zwangssterilisation

Bericht vom Mittwoch, 28.10.2020, 18 Uhr, Mannnheim MARCHIVUM, Friedrich-Walter-Saal (6. OG). Der Saal war unter Coronabedingungen voll besetzt. über 60 Teilnehmer*innen waren per livestram zugeschaltet.

Der tiefe Einschnitt

Vortrag | Zwischen 1933 und 1945 wurden tausende von Menschen in Baden und der Pfalz durch die Nationalsozialisten unfruchtbar gemacht. Diese „rassenhygienische“ Maßnahme stellte für Betroffene einen Einschnitt in Leben und Persönlichkeit dar, von dem sie sich nicht mehr erholten.

Zeitzeuge Alfons Ims berichtete von den Erfahrungen seiner Familie: Wie In der NS-Zeit ein Sozialfall zur „asozialen Familie“ und zu „Minderwertigen“ erklärt wurde und seine Brüder jahrelang in Heimen drangsaliert wurden.

Ergänzend zum persönlichen Blick legte Louisa van der Does die Ergebnisse aus ihrer Masterarbeit zum Thema Zwangssterilisationen in Mannheim dar. Sie kommt zu dem Schluss, dass in der Mehrheit der Fälle eine soziale, keine medizinische Indikation Hintergrund der Unfruchtbarmachung war.

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