Bei der Holocaust-Gedenkstunde 2020 im Deutschen Bundestag hat Bundespräsident Steinmeier in seiner Ansprache (www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2020/kw05-gedenkstunde-rede-steinmeier-680402 ) erstmals als sogenannte „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ Erniedrigte erwähnt. Für diese bislang ignorierte Opfergruppe lief seit April 2018 eine Petition, die mehr als 22 000 Unterzeichner*innen sammelte. Am 13. Februar 2020 hat der Deutsche Bundestag endlich die Anerkennung als Opfergruppen beschlossen.


Veranstaltung am 27. Januar 2021

Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2021

Die Veranstaltung hat die Opfergruppe der als „asozial“ Stigmatisierten und Verfolgten als Schwerpunkt. Die Hauptrede wird Dr. Julia Hörath halten. Sie hat an der FU Berlin über „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ in den Konzentrationslagern 1933 bis 1938 promoviert und zählt zu den besten Expert*innen auf diesem Themengebiet. Sie arbeitet mittlerweile im Hamburger Institut für Sozialforschung.
Genaue Informationen über Ort und Zeit der Veranstaltung folgen.

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Buchankündigung

Zeitzeuge Alfons Ims berichtete bei der Veranstaltung am 28.10.2020 im Marchivum von den persönlichen Erfahrungen seiner Familie mit dem Erbgesundheitsgericht und den beteiligten Institutionen auch noch nach dem Ende der NS-Zeit. Sein Buch, in dem er diese Schicksale ausführlich schildert, erscheint demnächst: Eine „asoziale“ Pfälzer Familie - Wie in der NS-Zeit aus einem „Sozialfall“ „Minderwertigkeit“ gemacht wurde.
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