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Recherche zum NS-Sondergericht
Text des Mahnmals
Rede bei der Enthüllung des Mahnmals
Stolpersteine für zwei Opfer der NS-Justiz
Dokumentarspiel zu Todesurteilen
Warum wir uns mit der Justiz im Nationalsozialismus auseinandersetzten:
Der Arbeitskreis Justiz hat sich 1994 in der Auseinandersetzung um ein skandalöses
Urteil des Mannheimer Landgerichts gebildet.
In seiner Urteilsbegründung billigte es die "hohe Moral" des Auschwitzleugners
und damaligen NPD-Vorsitzenden Deckert. Der "Arbeitskreis Justiz" hat durch
einige große Protestaktionen und Gedenkveranstaltungen mit dazu beigetragen,
dass Deckert angemessen verurteilt wurde und Richter Orlet, der Berichterstatter
im Deckert-Prozess, beschleunigt in Pension gehen musste.
Richter Orlet hatte geforder, es müsse doch "nach 50 Jahren endlich Schluß sein
mit der Aufarbeitung der Vergangenheit".
Durch einen Vortrag von Dr. Helmut
Kramer, Richter am OLG Braunschweig und Vorsitzender des Forums Justizgeschichte,
sind wir darauf gestoßen, daß im Bereich der Justiz in Mannheim mit der Aufarbeitung
der NS-Zeit noch nicht
einmal angefangen worden war. In Mannheim ist bisher die Geschichte des
Widerstandes gegen den Nationalsozialismus gut dokumentiert, die Geschichte
der NS-Täter, auch der Schreibtischtäter in der Justiz waren es jedoch noch nicht.
Die Rolle der Justiz beim Leugnen und Verdrängen der NS-Vergangenheit geriet
in die Diskussion; auch die Rolle von "furchtbaren Juristen" in Mannheim selbst.
Heute erinnert ein bewerkenswertes Mahnmal zwischen den Mannheimer Justizgebäuden
an die Opfer der NS-Justiz.
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