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Dokumentation 2009
Das "Mannheimer System" 1933 - 38
Zur Vortragsveranstaltung im neuen Großen Saal der Abendakademie kamen über 200 Besucher.
Die beiden Referate kreisten um das Thema: Aufarbeitung und Verschweigen von "Arisierung" in Mannheim,
und um die Vorreiterrolle des Mannheimer Finanzamtes
bei der Ausplünderung und Überwachung
der jüdischen Bevölkerung im Nationalsozialismus, das "Mannheimer System".
Die Vorträge können als PDF-Dateien heruntergeladen werden:
(Referat "Arisierung" hier herunterladen, 566KB ).
(Referat "Mannheimer System" hier herunterladen,473KB )
Am 9.11.2008 hat eine Gedenkstunde in der Mannheimer Synagoge statt gefunden.
Dokumentation 2007
Zur Kundgebung am 9.November 2007 kamen über 100 Zuhörer auf den Bahnhofsvorplatz zum Gurs-Schild. Als Symbol
des Andenkens am die deportierten und ermordeten Kinder aus Mannheim sind über 30 Koffer mit den Lebensdaten der Kinder
beschriftet worden.
Acht Sinti-Jugendliche aus Mannheim verlasen die Namen von 34 deportierten Sinti-Kindern
(Liste hier herunterladen).
Danach trugen Angelika Baumgartner und Timo Senff vom Jugendtheater Schnawwl die Lebensdaten von 25 jüdischen Kindern
aus Mannheim vor (Liste hier herunterladen).
Jeweils nach Aufrufen eines Namens wurde der entsprechende Koffer
am Gurs-Schild abgestellt.

Der Berg von Koffern und ein großer Stoffbanner am Gurs-Schild blieben bis zum Aufenthalt des Zuges der Erinnerung
dort stehen: ein aussagekräftiges Symbol und gleichzeitig ein auffälliger Hinweis auf den Ausstellungszug.
Dokumentation 2006
Zur Erinnerung an die Pogromnacht des 9. November 1938 rief der Arbeitskreis Justiz
am 9.11.06 um 17 Uhr zu einer Kundgebung auf den Willy-Brandt-Platz vor dem
Mannheimer Hauptbahnhof auf.

Seit zwei Jahren weigert sich der Vorstand der Deutschen Bahn, die Ausstellung "Elftausend
jüdische Kinder - mit der Reichsbahn in den Tod",
die in Frankreich in 18 Bahnhöfen durch die Opferorganisation "Söhne und Töchter der
Deportierten Juden aus Frankreich" präsentiert wurde, auch in deutschen Bahnhöfen zu zeigen.
Die Verweigerung des Gedenkens beweist, dass die Bahn AG ihre eigene Geschichte
fürchtet. Das Unternehmen profitiert bis heute von den Millionensummen, die den
Todesreisenden abgepresst wurden. Zahlreiche Bahnfunktionäre der Nachkriegszeit
waren an den Deportationsverbrechen beteiligt und sind nie belangt worden.
Kundgebungsrede als DOC-Dokument
(2 Seiten, 24 kb)
herunterladen
Dokumentation 2005
Aus Anlass des Jahrestages der Pogromnacht führte der AK-Justiz am
9. November 2005 einen Infostand und eine Kundgebung auf
dem Bahnhofsvorplatz in Mannheim durch. Der Ort wurde gewählt,
um auf die Rolle der Reichsbahn bei der Deportation
und Ermordung der Juden hinzuweisen.
Der Arbeitskreis unterstützt dabei
die Forderung, die bereits in Frankreich gezeigte Ausstellung über die
Deportation von elftausend Kindern in den historischen Durchgangsbahnhöfen der
Deutschen Bahn AG zu präsentieren.
Mehr Informationen hierzu unter:
Elftausend Kinder - mit der Reichsbahn nach Ausschwitz deportiert

Auch Mannheim gehört zu den Bahnhöfen, durch die die Deportationszüge aus
Frankreich nach Auschwitz rollten. Für viele andere Todestransporte stellte
die Reichbahn Züge mit eigenen Fahrplänen und Tarifen zur Verfügung.
Ca. 800 Flyer im Stil einer Fahrgastinformation - mit dem Titel "Hier erfahren Sie,
was die DB Ihnen nicht zeigt" - waren in kurzer Zeit vergriffen.
Flyer als PDF-Dokument herunterladen (382 KB)

Etwa einhundert
ZuhörerInnen verfolgten mit großer Aufmerksamkeit die Redebeiträge.
Ein Sprecher der "Projektgruppe Gurs" bekräftigte die Forderung, ein Straßenschild
als Mahnmal für die Deportation der Mannheimer Juden in dieses südfranzösische
Konzentrationslager (22.10.1940) aufzustellen.
Redebeitrag Projektgruppe Gurs als DOC-Datei, 22 KB.
Dokument herunterladen
Redebeitrag des AK-Justiz zum 9. November als DOC-Datei, 29 KB.
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Dokumentation 2004
Am 9. November 2004 rief der Arbeitskreis Justiz im Gedenken an die Pogromnacht
zu einem Stadtrundgang auf, der zu Stationen der wirtschaftlichen Entrechtung, Unterdrückung
und Vertreibung der jüdischen Bevölkerung von Mannheim führte.

Der Stadtrundgang begann am Mahnmal für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus

Der Rundgang endete vor der ehemaligen "Verwertungsstelle für volksfeindliches Vermögen"
in der von 1942 bis 1945 die bewegliche Habe der deportierten und exilierten jüdischen Nachbarn
verkauft wurde.
Text des Rundgangs als PDF-Datei
Es handelt sich um ca. 6 Seiten, Dateigröße: 95 KB.
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